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Platz 511 von 3.809 Büchern · Platz 15 in General

Gewonnen: Pulitzer Prize for General Nonfiction (1975).

Inspiriert von Henry David Thoreaus Walden zieht sich die 27-jährige Annie Dillard Anfang der 70er Jahre in die Virginia Blue Mountains zurück, um die vielfältigen Erscheinungen der Natur genau zu studieren und das Wunder des Schauens auf sich wirken zu lassen und »wieder zu Sinnen zu kommen«, wie es Thoreau einst gefordert hatte. Ausgehend von der Erkenntnis, dass »das Detail« das erste und »sichtbare Faktum der Welt« sei, unternimmt sie tägliche Wanderungen an den bewaldeten Ufern des Tinker Creek, beobachtet und beschreibt den Wechsel des Lichts und das Wesen des Windes, das Leben der Bisamratten und Heuschrecken, die Schönheit der gegen den Strom schwimmenden Fische und die eines Wassertropfens unter dem Mikroskop. Geleitet von der Frage nach den Absichten einer Schöpfungskraft, die sich in all dem Naturschauspiel zugleich offenbart und verbirgt, verbinden sich die genauen, überraschenden und oft auch verstörenden Entdeckungen ihrer Streifzüge in die Wildnis mit Gedankengängen aus Literatur, Naturwissenschaft und Mystik. Dillards Sprache ist dabei so klar und poetisch, so erhaben und erbarmungslos wie der Gegenstand ihrer Erzählung selbst: die lebendige Gegenwart der verwirrend vielfältigen Natur. Pilger am Tinker Creek ist naturphilosophische Meditation, geistige Autobiografie, metaphysischer Lobgesang und poetischer Essay zugleich und nicht zuletzt die Chronik einer Suche nach nichts Geringerem als dem Sinn der Schöpfung.

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Verlag
Matthes & Seitz Berlin
ISBN-13
9783957573346
Themen
Natur und WildnisEinsamkeit und ReflexionSpiritualität und Glaube

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