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Platz 295 von 3.809 Büchern · Platz 132 in Biography & Memoir

Gewonnen: National Book Critics Circle Award for Autobiography (2006). Außerdem für 1 weiteren Preis nominiert.

Als Daniel Mendelsohn ein kleiner Junge war, begannen ältere Verwandte zu weinen, wenn er ein Zimmer betrat – so sehr ähnelte er seinem Großonkel Shmiel, der »von den Nazis ermordet« worden war. Mehr erfuhr Mendelsohn nicht über den Onkel, der mit seiner Frau und vier Töchtern in dem ukrainischen »Schtetl« Bolechow geblieben war, nachdem sein Bruder, Mendelsohns Großvater, nach Amerika ausgewandert war. Schon immer fasziniert von der Geschichte seiner Familie, machte er sich 2001, nachdem er auf alte Briefe aus Bolechow gestoßen war, auf die Suche, um herauszufinden, was mit Shmiel und seinen Angehörigen geschehen war. Das Ergebnis ist ein sehr persönlicher Bericht, ein Versuch, ganz neu über den Holocaust zu schreiben, der unter all den Schichten der Überlieferung nicht mehr zu erfassen zu sein scheint, und zugleich eine »Legende von Nähe und Distanz, Intimität und Gewalt, Liebe und Tod«. Mit diesen Worten beschreibt Mendelsohn die biblische Geschichte von Kain und Abel – parallel zu seiner eigenen Erzählung erzählt er die Schöpfungsgeschichte wieder, mit ihren ewigen Themen des Ursprungs und der Familie, der Versuchung und des Exils, des Bruderverrats, der Schöpfung und Vernichtung. Die Verlorenen wurde mit dem National Book Critics Circle Award, dem National Jewish Book Award und dem Prix Medicis Etranger ausgezeichnet.

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Verlag
Kiepenheuer & Witsch
ISBN-13
9783462041828
Themen
Der HolocaustFamiliengeschichteJüdische Identität und Erinnerung

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